Hier stellen sich die Herbstmonate vor

Hervorgehoben

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Der September, bald ist er da:
Vom zaudernden Monat September
Als die Septemberfee den Sommer verabschiedete

Auch der Oktober ist nicht mehr weit:
Vom feurigen Monat Oktober
Als die Oktoberfee das Land bunt bemalte

Und hier lauert, verborgen und leise, der November:
Vom bescheidenen Monat November
Als die Novemberfee die Ruhe brachte
Und dazu noch „Ein Bild vom November“

Zwei Fantasiereisen zum Herbst:
Herbstfantasie
Ein Herbstspaziergang 

1Septemberwald

 

MÄRCHEN UND FANTASIEREISEN IM HERBST

Buch:Eine Fantasiereise für Dich – HERBST: Fantasiereisen für Kinder
Ebook:Eine Fantasiereise für Dich – HERBST

Information

Altweibersommer – Der Sommer und seine Geisterschar

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Altweibersommer – Der Sommer und seine Geisterschar
Ein Märchen

An manchen Tagen im Herbst schleicht sich der Sommer klammheimlich hinter dem Rücken des Herbstes zurück. Er bringt die Sonne mit, lässt sie noch einmal für ein paar Tage warm vom Himmel scheinen und wandert mit ihr durchs Land.
Der Sommer ist neugierig. Er möchte sehen, was der Herbst in Wäldern und Gärten, auf Wiesen und Feldern inzwischen angestellt hat. Ja, und ärgern möchte er den Herbst natürlich auch ein bisschen, denn klar, die Leute genießen die warmen Tage und sagen: „Wie schön, der Sommer ist zurückgekehrt!“
Der Sommer lacht, wenn er das hört, und es freut ihn, wenn er sieht, wie sehr sich Herbst ärgert.
Doch der Sommer kommt nicht alleine. Kleine ‚Sommergeister’ heften sich an seine Fersen und folgen ihm auf seiner Wanderung durch das Land. Dabei gehen sie ihm gewaltig auf die Nerven. Wie einen lästigen Mückenschwarm wehrt der Sommer die Geistermeute deshalb immer wieder ab. Dann sausen die kleinen Geister im Sturzflug viele Kilometer weit durch die Lüfte. Um sich nicht zu verlieren, halten sie einander an ihren langen, silberweißen Haaren fest. Unterwegs machen sie Verschnaufpausen auf Bäumen und Büschen, auf Gräsern und Blumen, auf Mauern und Hausdächern und verlieren dabei überall ihre silberlangen Härchen. Die spannen sich wie unsichtbare Fäden übers Land und funkeln silbrig hell im Sonnenlicht. Irgendwann aber sind die kleinen Geister ganz kahl auf den Köpfen. Da schämen sie sich so sehr, dass sie sich eilig in ihr Schlafquartier verkriechen. Dort bleiben sie, bis ein zarter, hellblonder Frühlingsflaum ihre Köpfe wieder schmückt. Die Menschen aber freuen sich über die Silberfäden, die ihnen im Herbstsonnenlicht entgegen schimmern und rufen:
„Oh, Altweibersommer, wie schön!“
Der Sommer freut sich auch an der Freude der Menschen, doch wenn er dieses Wort ‚Altweibersommer’ ein paar Mal hört, beginnt er sich auf einmal alt und immer älter zu fühlen. Und müde.
„Nein“, sagt sich der Sommer, „ärgern will ich mich nicht. Ich bin nur müde. Ein kleines Schläfchen, dann setze ich meine Wanderung fort.“
Und er verzieht sich gähnend in sein Schlafquartier, wo er dann auch sogleich einschläft. Zufrieden schnarcht er vor sich hin, bis ihn im Frühling seine nun wieder hellblond gelockten Sommergeister aus dem Schlaf reißen und wie ein lästiger Mückenschwarm piesacken.

© Elke Bräunling

Und wenn du wissen willst, was es wirklich mit den Altweibersommersilberfäden auf sich hat und warum man den September auch gerne „Mai des Herbstes“ nennt, dann ein KLICK zu Elkes Kindergeschichten zur Geschichte Pit und der Herbstgeisterzauber


Altweibersommerzauber im Herbstwald, Foto © Andrea Oberdorfer

Der einsame Kastanienmann

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Der einsame Kastanienmann

„Ist das ein Jammer, dass ich hier ganz allein bin!“
Das Kastanienmännchen war traurig und langweilte sich. Gestern noch hatte es viele Kameraden gehabt und heute waren alle verschwunden.
Lenas Geburtstagsgäste hatten im Wald Kastanien gesammelt und dann zusammen gebastelt. Dabei waren viele Figuren entstanden: Männer, Frauen, Hunde, Igel und viele mehr.
Nach dem Fest hatten die Kinder ihre Basteleien mit nach Hause genommen.
„Wenigstens einen Freund hätten sie mir lassen sollen“, jammerte der Kastanienmann und dachte dabei an das Kastanienmädchen mit den schönen Augen, das sein Herz berührt hatte. Wo war sie nur geblieben?
Er ließ den Kopf hängen. Der aber saß nicht ganz fest auf seinem Streichholzhals und – plopp – kullerte er vom Tisch und fiel zu Boden.
„Autsch, das tut weh!“, rief der Kastanienmann. Er zeterte und schimpfte, besonders, weil er keine Arme hatte, um sich den schmerzenden Kopf zu halten. Die nämlich steckten an seinem Körper fest und der lag ja noch auf dem Tisch.
„Ich bin der ärmste Kastanienmann auf der ganzen Welt“, heulte er.
„Du bist der größte Jammerlappen, den ich je kennen gelernt habe!“ Das war die Stimme vom Kater Moritz, der den Kastanienkopf neugierig beäugte, ihn kurz mit der Pfote anstieß, so dass er ein Stückchen weiter rollte.
„Aua, lass das gefälligst!“
„Du bist ein komischer Knilch, keinen Bauch, keine Beine, nicht einmal einen Schwanz hast du, aber eine große Klappe für zwei“, schimpfte Moritz und stieß den Kullerkopf gleich noch einmal an.
Unter dem Schrank landete er und das gefiel ihm gar nicht.
„Hol mich sofort hier weg, es ist dunkel und staubig!“, kreischte er.
Moritz gefiel dieses Spiel. Er holte den Kastanienkopf wieder hervor und stieß ihn immer und immer wieder an. War das ein Spaß!
„Was ist denn hier los?“ Lena hatte das Zimmer betreten. Sie schimpfte mit dem Kater, nahm den Kastanienkopf und setzte ihn liebevoll wieder auf seinen Körper.
„Schau hier“, sagte sie dann. „Ich habe dir eine Gefährtin gebastelt, damit du nicht so allein bist.“
Der Kastanienmann war noch ganz benommen von dem wilden Spiel. Als er aber das wunderhübsche Kastanienmädchen sah, das Lena an seine Seite gestellt hatte, klopfte sein Herz wie wild und der Schmerz war fast vergessen.
Es geht doch nichts über einen Freund oder eine Freundin, die einem zur Seite steht.

© Regina Meier zu Verl

Von einer Kastanie, die sich ebenfalls den Kopf gestoßen hat, handelt DIESES Gedicht.
Hier gibt es eine weitere Kastaniengeschichte, Die Kastanien und der Herbstwind


Kastanienmännchen wollen wir sein … und Kastanienweiblein … Hört ihr?, Foto © Elke Bräunling